Neues von der Eruption

Die Eruption im Holuhraun Lavafeld hält an. In der Nacht erreichten die Lavafontänen noch eine Höhe von bis zu 150m, mittlerweile noch rund 20m. Inzwischen nimmt der Lavastrom ein 4,5km² Gebiet ein.
Die Eruption wird weiterhin als stabil angesehen und kann gut und gerne mehrere Wochen oder Monate anhalten.

Copyright University of Iceland

Bisher wurden ca. 30 Millionen Kubikmeter Lava gefördert, welches immer noch ein Bruchteil der geschätzten 500 Millionen Kubikmeter Magma im Dyke sind.

Eine wunderschöne Fotogalerie mit klasse Fotos findet Ihr hier: http://gudmann.photoshelter.com/gallery/Volcanic-Eruption-2014/G0000VHvgRsUlb5M/
Ein Video von heute Nacht hier: https://www.facebook.com/video.php?v=938008539546944&set=vb.933177740030024&type=2&theater
und ein erstes Video vom gestrigen Überflug hier: http://www.ruv.is/frett/gosid-enntha-nokkud-kroftugt-loftmyndir.

Screenshot 02.09.14 03:00 Uhr

Die Erdbebenaktivität ist mit bisher ca. 300 aufgezeichneten Beben, alle unter M3, heute sehr gering. Sie konzentriert sich größtenteils auf den Dyke.
Auffällig gestern war, dass sich der “Schwarm“ unter dem Herdubreidartogl Nördöstlich vom Askja, verstärkt hat. Es wurden gestern 140 Erdbeben registriert. Der Trend setzt sich heute fort.

Einige Leser haben mir die Frage gestellt, ob die 20000 Tonnen/Tag ausgestoßenes Schwefeldioxid (SO²) Auswirkungen auf die Umwelt haben können.
Nehmen wir zum Vergleich die Laki Eruption (http://de.wikipedia.org/wiki/Laki-Krater).
Damals wurden während der Eruption 120 Megatonnen Schwefeldioxid ausgestoßen. Das Schwefeldioxid reagierte mit Wasserpartikeln in der Luft zu Schwefelsäure und bildete über der nördlichen Hemisphäre einen schwefelhaltigen Nebel. Die folge war ein Extremwinter, wie man Ihn selten gesehen hat.
Bei der aktuell ausgestoßenen Menge an Schwefeldioxid bräuchten wir 6000 Tage um die 120 Megatonnen oder auch 120000000 Tonnen zu erreichen.
Es kann durchaus sein, dass in der Nähe der Eruptionsstelle saurer Regen fällt, der Auswirkungen auf die Pflanzen und Bäume haben kann, aber so lange sich die täglich ausgestoßene Menge nicht signifikant erhöht, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.

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