Starke Erdbeben am Bardarbunga

Letzte Nacht ereigneten sich am Nordrand der Bardarbunga Caldera die bislang stärksten Erdbeben seit dem Eruptionsende am 28.02.2015.

Um Mitternacht erschütterten zwei Erdbeben der Stärke M4.7 den Gletscher mit dem darunterliegenden Vulkan.
Dem vorausgegangen waren zwei Erdbeben der Stärke M3.9 und M3.2.

©Icelandic Met Office

Diese Erdbeben waren nicht magmatischen Ursprungs.

Wir erinnern uns daran, dass es während der Eruption schon immer regelmäßig zu starken Erdbeben bis M5.5 gekommen ist. Damals waren es Setzungsbeben, da die Caldera sich abgesenkt hatte, umso mehr Magma in den Dyke entwichen ist.

Da mittlerweile die GPS Station zur Absenkung der Caldera nicht mehr im Betrieb ist, kann man aber nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, dass es auch dieses mal Setzungsbeben waren.
Jedoch wurde im Anschluss an die Erdbeben kein harmonischer Tremor aufgezeichnet. Auch gab es bis jetzt nur 3 Nachbeben und insgesamt ist die Erdbebentätigkeit auf geringem Niveau.

Daraus lässt sich schließen, dass diese Erdbeben tektonischen Ursprungs waren.
Unter dem Bardarbunga verläuft eine Riftzone an der es immer wieder zu stärkeren Erdbeben kommen wird.

Die Risse im Gletscher oberhalb der Caldera sollten aufgrund der Ereignisse jedoch tiefer werden.
Hier ein älteres Foto:

© Einar Rafnsson – RÚV

Durch die damalige Eruption und die hydrothermalen Aktivitäten haben sich bis zu 100m tiefe Löcher im Eis gebildet. Somit sieht man zum ersten Mal seit hunderten bis tausenden von Jahren das darunter liegende Gestein, welches Teil der Caldera ist.

© Ómar Ragnarsson – RÚV

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